Predigten des Herrn
Der Geist der Führung sprach zu mir: "Helene, wenn man über Verstorbene spricht, über die Fehler, die sie gemacht haben, so sie unrecht Gut erworben haben, dies hören sie mit; denn durch das Gerede, durch die Gedankenlaufbahn zieht man sie an. Sie nagen an ihrer Ungerechtigkeit noch eine unübersehbare Zeit." Der Geist der Führung spricht: "Gehe du darüber hinweg, halte dich korrekt. Überlasse dem HERRN das Gericht. ER macht alles besser als du." Alle Schuld muss gesühnet werden. Wenn nicht in der Zeit, dann in der Ewigkeit. Liebe Geschwister, nehmen wir auf den HEILIGEN GEIST, das ausstrahlende Lebenslicht und freuen wir uns aller Wege im HERRN. Wir sind alle nicht unfehlbar. Wir sollen uns untereinander ertragen in der Liebe GOTTES. Bitten wir doch für die Kraft GOTTES im Standhalten. In den Familien entstehen Kämpfe und Streitigkeiten wegen dem Materialismus. Und so der eine den andern übervorteilt, ihn belügt um ein Vermögen, alles an sich zieht, so entsteht Hass, Bosheit, Neid wegen der Ungerechtigkeit. JESUS sagt: "Lernet von MIR. ICH bin die Lebenstür." Wer anderswo einsteigt als durch IHN, wird enttäuscht werden. Alles Unrecht, was man tut, bringt Unglück. Sammeln wir doch keine Schätze, die uns nicht zustehen.
JESUS sagt: "Sammelt euch nicht Schätze, die Rost und Motten nicht verzehren, sondern Schätze, die euch behalten bleiben in Ewigkeiten. Geben ist seliger als Nehmen." Wenn wir dem HERRN folgen und lassen IHN walten, so führt ER alles aufs Beste hinaus. Es sind harte Schulen auf Erden. Die eigenen Hausgenossen sind meistens die größten Feinde und Widersager. Die Wege sind oft hart und beschwerlich. Die finstere Macht nimmt überhand. Die Materialisten, Egoisten sammeln in ihre eigenen Scheunen, sie belügen, betrügen ihre eigenen Leute, nur des Mammons wegen. In solche Herzen kehren Dämonen ein. Sie beschlagen Körper, Seele und Geist. So wie JESUS uns belehrt: "Ihr habt es nicht zu tun mit Fleisch und Gebein, sondern mit der Macht der Finsternis." Wir wissen, unrecht Gut gedeihet nicht. Sie bekommen das, was ihnen zusteht. GOTT lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wege hat ER aller Wege, an Mitteln fehlt's IHM nicht. ER weiß, wie ER mit den Widerspenstigen umgeht. Man nimmt nichts mit in die andere Welt. Und doch, so man unrecht Gut erworben hat, so hangt diese Last an den Verstorbenen. Sie tragen sie mit sich eine Ewigkeit, so die Geprellten ihnen nicht vergeben. Es gibt Dinge, über die man nicht so ohne Weiteres gehen kann, aber sie denken sich zu bereichern und bringen es fertig, die eigenen Hausgenossen zu übergehen. Der Eigennutz bringt ihnen keinen Nutzen, keinen Segen.
Wenn man angetan ist mit der Weisheit GOTTES, so verhält man sich stille, man ist friedlich trotz Ungerechtigkeit und Schlechtigkeit. Es kommt doch alles so, wie GOTT es fügt, wie ER es will. Besser Unrecht leiden als Unrecht tun. Viele Seelen kommen mit ihrem irdischen Vermögen bis zum Lebenszug mit Koffern und Kisten, aber zum Einsteigen kommen sie nicht. Sogar der Engel des HERRN kann sie nicht dazu bewegen. Sie möchten gerne in den Lebenszug, aber es heißt: Ohne Gepäck. Und so verharren sie in ihrem Zustande und bleiben lieber haften beim irdischen Vermögen, das ihnen im Grunde ja gar nichts mehr nutzt. Aber es ist ihr Zustand.
ICH hatte vor Jahren eine Vision, ich sah Hans Albers in den Lebenszug steigen und da sah ich noch mehrere Seelen mit ihren Koffern und Kisten; darunter war auch Grete Weiser. Hans Albers stand im Zug am Fenster. Als er Grete sah, rief er: "Grete, komm, steig ein!" Sie rief sehr begeistert: "Hans, ich komme!" Sie wollte einsteigen. Aber Albert sagte: "Grete, ohne Gepäck, sonst kommst du nicht mit." Sie aber konnte sich nicht trennen von ihrem Gepäck. Sie ging wieder zurück. So hangen die Menschen am irdischen Vermögen. Hans Albers war in dieser Sicht ihr weit überlegen. Wie viele Seelen gehen von hüben nach drüben durch die Bindung der Materie. Wir sind auf Erden, dass wir gerecht handeln sollen und nicht sammeln in unsere Scheunen. Erfüllen wir doch die Liebesdienste an denen, die uns brauchen, an denen, die bedürftig sind. Wir sollen unsere Lebensaufgaben erfüllen, was anbetrifft die Gottes- und Nächstenliebe. Auch hatte ich eine Vision von einer Seele, sie rief weinend: "HERR, ich suche, HERR, ich finde meine Ruhe nur bei dir." ICH fragte sie nach ihrem Begehr. Jene Seele war in diesem Leben sehr begütert.
Sie sagte: "Wer auf Erden Güter hat und sieht den Nächsten leiden, der muss hier büßen." Sie sehnte sich nach dem HERRN, sie bat um ein Gebet. Aber es wird ihnen der Weg der Läuterung nicht geschenkt. Wüssten so viele Materialisten, was ihrer wartet im Jenseits, so würden sie auf Erden sich zum HERRN bekehren. Alles muss seine Sühne finden, alles unrecht Gut muss abgetragen werden. Paulus bat den HERRN: "HERR, hier läutere mich, aber schone mich im andern Leben." Es ist heilsam für die Seelen zu beten; wohl, die fest glauben an den Sohn GOTTES. Wer IHN trägt im Herzen in der Zeit, der geht nicht verloren für die Ewigkeit. Wir werden bestrebt sein, vollkommener zu werden auf Erden. Aber die Vollkommenheit ohne Makel erreichen wir hier nicht, es sei denn, der HERR hält uns ganz besonders fest. ER hielt auch Maria, SEINE Leibesmutter, fest ohne Makel. IHM ist alle Gewalt gegeben im himmlischen Zustand so wie auf der Erden. Bitten wir stets für SEINE Haltung, für SEINE Segnung und Heiligung. ER sagt: "Bittet und ihr werdet empfangen." ER hilft uns auch, dass wir leichter über die Ungerechtigkeit kommen vonseiten der Hausgenossen. Sammeln wir uns doch Güter für das geistige Ziel. Die GOTTES-, die Nächstenliebe macht uns lauterer, vollkommener. Tragen wir denen, die uns verunglimpfen, nichts nach. JESUS sagt: "Betet für eure Feinde, denn ohne euer Bitten und Flehen, werden sie Ewigkeiten im Hades stehen."
Seelen, die ihre Leute quälten, sie müssen warten in ihrem dunklen Schacht, bis jene ihnen vergeben. Dann erst geht es aufwärts. Es ist besser, man bereinigt alle Schändlichkeiten in dieser Zeit als zu warten in der Ewigkeit. Eine Sekunde leben im finstren Schacht, bedeutet eine kleine Ewigkeit. Dort sind die Geister auf sich selbst gestellt. Der HERR verwarnt die Menschen. ER belehrt sie durch SEIN Wort. ER stellt auf die Liebesgebote am Ort. Befolgt man die Gebote, so tut man wohl daran. An den Geboten kommt niemand vorbei. Sie sind von GOTT gegeben, dass die Menschen sie sollen ausfüllen im irdischen Leben. Die Erfüllung kommt den Seelen zugute. Der HERR, der uns belehrt durch SEIN Wort, gibt uns auch die Kraft, und es wird uns gelingen durch den Zug der Gnade. Wir wollen doch einkehren in die Goldene Stadt und nicht eingehen in die Finsternis; das wäre ja schrecklich. Wir sollen mit der Gnade wirken in der Zeit. Der HERR will und fordert unsere Seelenglückseligkeit. Nur ER befreit. Wir sind IHM dankbar für die geistige Führung, die es in Wirklichkeit ist. Durch SEIN Wort bekommen wir mehr Licht.
+ + + A M E N + + +