Das lebendige Wort

inspiriert durch den heiligen Geist

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Predigten des Herrn

Liebe Geschwister, beten wir GOTT, unseren HERRN, an im Geiste und in der Wahrheit. Das heißt, so wir IHM glauben, IHN über alles lieben und SEINE Gebote halten. Haben wir das Band der Liebe in uns befestigt, so beten wir ohne Unterlass im Geist, in der Wahrheit. Ohne die tätige Liebe ist das Lippengebet eine Lüge. Himmlische Chöre beten GOTT, den HERRN, an im Geiste, in der Wahrheit, in der Liebestätigkeit. Gebet ist, so wir lebendige Werke der Nächstenliebe ausfüllen. So wird das Gebet vom HERRN aufgenommen. Viele Worte ohne die tätige Liebe an Brüdern und Schwestern sind nichts wert. Der HERR verwarnt sogar vor den vielen leeren Reden, die keine Früchte bringen. ER braucht tätige Christen und nicht solche, die wie die Heiden große Worte angeben und nichts tun, die ihren Geist, ihre Hände nicht regen. Es gibt viele, die sich Christen benennen und sie sind es nicht. Vielen werden die Augen aufgehen, wenn GOTT, der HERR, SICH von ihnen abwendet, so ER spricht: "ICH kenne euch nicht, habe euch noch nie erkannt." Das Lippenwetzen ist dem HERRN ein Gräuel. Viele können sich nicht trennen von dem irdischen Vermögen. Eher gehen Verbrecher und große Sünder ein in das ewige Leben, als die, die mit der Untugend Geiz behaftet sind. Die Werke folgen uns nach in die ewige Welt.

Zu mir sagte vor längerer Zeit eine Frau: "ICH halte, was meine Mutter mich belehrt hat." ICH sagte zu ihr: "Das halten sie aber nicht. Die Mutter war gütig, barmherzig, besonders zu den Armen. Wenn sie mal ankommen in die Ewigkeit, was haben sie denn zu verzeichnen?" Sie erwiderte: "ICH schicke keinen Bettler weg von meiner Tür." ICH sagte zu ihr: "Sie geben dem Bettler ein Groschenstück, dann sehen sie ihn nicht wieder. Nennen sie das gute Werke ausfüllen?"

Sie sagte: "MEIN Herz ist rein." Welch armen Geister sind solche, die übergenug auf Erden besitzen, können sich nicht von ihrer Habe trennen. Aber sie beten und wetzen Tag und Nacht mit ihren Lippen. Ihre Herzen sind kalt und liebeleer. Auch ich war schon in der größten Not. Gerade die, die sich Christen benennen, haben sich zurückgezogen. Viele hangen an der Materie. Sie gehen an denen vorüber, die Hilfe brauchen und erwarten. Und alles durchschaut GOTT, der HERR. IHN kümmert das Lippengebet so vieler nicht. Sie wissen nicht, wie leer, wie öde, wie kalt ihre Worte gehalten sind. Sie denken wunder, wie gerecht sie vor GOTT dastehen. Ihnen fehlt die Einsicht, sonst hätten sie die Liebe zu GOTT, zum Nächsten. GOTTES Kinder wissen, dass GOTT, der HERR, ja alles Vollkommene in SICH trägt, dass ER alles besitzt, was ER braucht. Was kann IHN schon erfreuen? Nur so wir die tätige Liebe üben an unseren Brüdern und Schwestern, die uns brauchen. Eine einzige gute Tat ist vor GOTT ein lebendiges Gebet, das durch die Wolken dringt. Manche haben viele solcher Taten zu verzeichnen. Der HERR stellt diese guten Werke auf im Buche des Lebens. Das sind wertvolle Gebete, nützliche Dokumente, die den Betern zur Freude werden; denn ihre guten Werke folgen ihnen nach.

Arme wie Reiche gehen fort von dieser Welt. Die Materie muss hier belassen bleiben. Sie gehen alle fort: Könige, Fürsten, Kaiser ohne die irdische Habe. Und was folgt ihnen nach? Wer auf dieser Erde Güter hat und sieht den Nächsten leiden, vor Hunger sterben, diese fallen in die Grube, in das finstere Gemach, aus dem sie Ewigkeiten nicht entkommen. ICH hatte darüber eine Vision. ICH sah eine verstorbene Seele. Es war ein Mann, er weinte. Er sprach zu mir, ich solle beten für seine Seele. ER sprach: "Wer auf dieser Erde Güter hat und sieht den Nächsten leiden, der muss hier bitter büßen." Und er betete unter Weinen folgende Worte: "HERR, ich suche, HERR, ich finde meine Ruhe nur bei dir." Ja, der GOTTES Gerechtigkeit entgeht wohl keiner. Wir können nur bitten und flehen für die Seelen. Möge der HERR Gnade vor Recht ziehen, ihnen vergeben diese Missetaten. Gutgestellte sollen wissen, dass GOTT Rechenschaft fordert von ihnen. Es gibt halt auf der Erde Reiche und Arme.

Wer viel besitzt, ist verpflichtet, die Werke der Liebe besonders auszufüllen. Selig sind die Armen, die trotz Armut ihr Brot noch verteilen an ihre Brüder und Schwestern. Manche Gutgestellte denken, mit ein paar Groschenstücken wäre das Gebot der Liebe zu GOTT, zum Nächsten erfüllt. Solche Geister werden sich noch wundern. Wahre Christen benötigen für sich nur das Notwendigste; geben GOTT den großen Teil, indem sie ihre Habe gerecht verteilen. Wäre eine solche Liebe auf Erden, so würde sich der Himmel öffnen und GOTT, der HERR, würde wieder Einkehr halten in die Herzen, so wie vor jener Zeit. Heute ist ER da in SEINEM GEISTE, ER durchschaut die Herzenshärte, wie so viele angebliche Christen an der tätigen Liebe vorüberziehen. Sie leben nur sich und ihrem Wohlstand. Sie bauen Häuser auf in Fülle, sie sammeln irdische Güter ein und denken, GOTT käme noch lange nicht. Wie viele werden plötzlich abgerufen von ihren Gebäuden, von ihren Schlössern? Und wie erbärmlich stehen sie da vor den Toren des Lebens, die sich für solche nicht öffnen? Denn eine tiefe Kluft besteht zwischen ihnen und dem HERRN.

ER wird sprechen: "ICH kenne euch nicht, denn ICH war hungrig und ihr habet MIR die Speise verweigert; ICH war unbekleidet, ihr erkanntet MICH nicht. Was ihr den geringsten MEINER Brüder verweigert habt, das Übel geschah an MIR." Ihnen ergeht es wie dem reichen Bauer und dem reichen Jüngling. Was nutzen alle Schätze der Welt, so man sie nicht auswertet durch lebendige Werke der Liebetätigkeit? Solche können noch so viel beten, es sind leere Reden, die von GOTT verworfen werden. Solche Geister klammern sich noch eine Ewigkeit an ihren Besitz. Aber der nutzt ihnen für das geistige Fortkommen gar nichts. Es ist ihr Geschick im Schwergewicht. Sie richten alle nur sich persönlich.

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